Content-Plattformen
Juli 2021 in Verbreitung und Discovery

Natürlich gehören Instagram, YouTube, Twitter, LinkedIn, Pinterest und viele andere Plattformen zum Standardrepertoire des Content-Marketings. Kein Wunder, denn dort gibt es bereits ein Publikum, das Marketingverantwortliche daher einfacher und schneller erreichen können – die richtigen Inhalte vorausgesetzt.

Was aber, wenn keine der bekannten Plattformen das richtige Umfeld oder die erforderlichen Möglichkeiten bietet?

Warum gerade Social Media nicht die einzige Plattform sein sollte, beantworten wir weiter unten.

In diesen Fällen kann es sich lohnen, eine eigene, sehr fokussierte Lösung anzubieten und über die eigene Website umzusetzen. Außerdem gibt es noch einige andere Plattformen außerhalb von Facebook und Twitter, die nur darauf warten, von Ihnen erobert zu werden.

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In den folgenden Abschnitten werden Sie feststellen, dass Sie mit Ihrem Unternehmen bereits eine Content-Lieferkette besitzen, die Sie nicht im Regen stehen lässt. Vertrauen Sie zunächst Ihrem Bauchgefühl und schreiben Sie über das Thema aus Ihrem Unternehmen, das Sie selbst am meisten interessiert, das Sie erheitert oder überrascht hat.

Content-Seeding

Nutzen Sie Plattformen, um inhaltlich und informativ auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Streuen Sie Ihre Fachartikel, kurzen Kommentare, Bilder- und Videodateien wie kleine Samen auf ein riesiges Beet. Wie bei Blumenrabatten müssen Sie auch bei guten Inhalten nicht viel mehr tun als ab und an gießen, Unkraut zupfen und wirklich nur düngen, wenn der Boden kalkig ist.

Neben Ihrem Blumenbeet ist ein kleines Schild mit der Anschrift Ihrer Firma und vielleicht einer Erklärung zur Züchtung. Passanten werden die Farbenpracht der Pflanzen Ihrer Firma zuordnen und vielleicht in Ihrem Laden vorbeischauen, um mehr über die wunderbar duftenden Blumen zu erfahren.

Vergessen Sie nur nie, wo Sie überall Inhalte gestreut haben, und schauen Sie regelmäßig nach Ihren Sprösslingen.

Takeaways: Content-Seeding

  • Sie wissen also jetzt schon, dass ausgetretene Pfade verlassen nicht die einzige Antwort für erfolgreiches Content-Marketing ist.

  • Viele Plattformen können von Ihnen selbst verwaltet werden.
  • Wenn Sie Inhalte weit verbreiten, müssen Sie den Überblick behalten!
  • Sie wollen mehr über die Möglichkeiten des Content-Seeding erfahren? Dann schauen Sie hier vorbei!

Corporate Blog, Opinion und Fachartikel

Das Corporate Blog ist einer der wichtigsten Kanäle für Content-Marketing. Sie präsentieren sich als Experte in Ihrer Branche und können spezifische Fragen ausgiebig beantworten. Beim Schreiben der Blogbeiträge werden automatisch neue Ideen für Ihre anderen Kanäle entstehen. So kann ein Blogbeitrag um ein YouTube-Video oder eine Instagram-Umfrage ergänzt werden.

Im besten Fall kommen die Blogartikel nicht nur aus Ihrem Marketingteam, sondern vor allem von allen Kolleginnen und Kollegen. Aber auch Gastbeiträge von Lieferanten, Bacheloranden sowie von Kolleg:innen aus dem Ausland machen Ihren Unternehmensbeitrag bunter und unterhaltsam. Ein Corporate Blog ergänzt die üblichen Pressemitteilungen, die nicht von allen Mitgliedern Ihrer Interessensgruppe gelesen werden und einen Dialog nicht vorsehen.

Das könnten Themen auf Ihrem Corporate Blog sein:

  • Kolleg:innen aus verschiedenen Abteilungen erzählen aus ihrem Alltag.
  • Sportevents und sportliche Erfolge des Unternehmens werden gefeiert.
  • Kurzprofile verschiedener Standorte oder Tochterfirmen werden vorgestellt – vielleicht mit Videobotschaften?
  • Aktionen für den guten Zweck sollten unbedingt kommentiert werden.
  • Produktvorstellungen
  • Teilen Sie Eindrücke von Messen oder anderen Veranstaltungen.
  • Feiern Sie Firmenjubiläen.
  • Kommentieren Sie Auszeichnungen und Zertifikate.
  • Nutzen Sie den Blog für rechtzeitige und offene Krisen-PR.
  • Lassen Sie die Geschäftsführung schreiben.

Je bunter der Strauß an Themen und je vielfältiger das Autorenteam, desto größer wird der Mehrwert für Ihre Leserschaft.

Profitieren Sie von der Kommentarfunktion, Shares und Likes unter Ihren Blogartikeln und verwandeln Sie diesen Kommunikationskanal in eine hauseigene Dialogplattform.

Suchmaschinen lieben Blogbeiträge! Informationsreiche, neu gepostete oder regelmäßig aktualisierte Inhalte bewerten Suchmaschinen als relevant für die Nutzer und Kunden, und sie stufen Ihren Blog im Ranking höher ein. Das generiert im besten Fall mehr Traffic auf Ihrer Homepage, und im Nu haben Sie die Zahlen, die Ihre Geschäftsführung verlangt, um Content-Marketing als effektives Kommunikationsinstrument anzuerkennen.

Zusätzlich zum Corporate Blog sollten Sie aber weiterhin Kommentare und Artikel in Fachmedien veröffentlichen. Sie können technische Fragestellung spannend analysieren, Lösungen zu Herausforderungen in Ihrer Branche anbieten oder aber Entwicklungen kommentieren, die Ihr Unternehmen oder Ihre Interessensgruppe beeinflussen.

Takeaways: Corporate Blog & Dialog

  • Okay – wenn Sie als Experte in Ihrer Branche auftreten wollen, brauchen Sie einen Corporate Blog.

  • Je abwechslungsreicher Ihr Themenstrauß und Ihr Autorenteam, desto besser!

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    Wie Ihr Multi-Channel-Storytelling aussehen könnte, erfahren Sie hier.

FAQ, Knowledge-Base, Kursprogramme, Podcasts

Content-Marketing hilft Ihnen, sich gegenüber Ihrer Zielgruppe als Experte und vor allem als Vertrauensperson zu positionieren. Was könnte da besser sein als ein eigenes FAQ?

Ein FAQ kann der erste Kontakt zwischen dem Unternehmen und der zurückhaltenden Außenwelt sein. Manche Menschen wollen sich erst informieren, bevor sie zum Hörer greifen oder eine E-Mail schreiben.

Die Inhalte bekommen Sie von Ihren Kolleg:innen aus Vertrieb und Kundendienst, durch Umfragen und natürlich durch die Themen und Fragen, nach denen am meisten in den Suchmaschinen gesucht wird.

Auch eine Wissensdatenbank bietet sich an, falls das Produktsortiment und die Dienstleistungen, die Sie anbieten, erklärungsbedürftig und vielfältig sein sollten. Es ist völlig ausreichend, wenn Sie die Themen nicht bis zum letzten Sandkorn erklären und offenbaren.

Wer nutzt ein FAQ oder eine Wissensdatenbank?

Das könnten Bestandskunden sein, die Probleme oder Fragen zu dem Produkt, den Lieferbedingungen, der Garantie und dem Service haben.

Oder zukünftige Kunden wollen mehr über das Produkt und die Dienstleistung erfahren, zögern aber noch, Ihnen die Fragen direkt zu stellen.

Vielleicht wollen sich Fachhändler oder Lieferanten aber auch über die Prozesse bei Ihnen informieren. Mit einem FAQ oder einer Wissensdatenbank über Ihre Prozesse gewähren Sie einen ersten Einblick und entlasten Ihre Kolleg:innen im Kundenservice.

Sie werden nicht nur als Fachexperte wahrgenommen, sondern auch als jemand, an den man sich wenden kann, statt gezwungen zu sein, sich ausschließlich auf dritte Quellen zu verlassen.

Auch wenn Sie mit der Wissensdatenbank, einem Glossar oder einem FAQ in Vorleistung gehen – am Ende zahlt es sich aus. Das liegt auch daran, dass immer neue Einträge dazukommen. Dadurch entsteht regelmäßig neuer Content, was wiederum von Algorithmen der Suchmaschinen positiv bewertet wird.

Vor allem fühlen sich Ihre Interessensgruppen mit ihren Bedürfnissen und Fragen ernst genommen. FAQ und Wissensdatenbanken sind vertrauensbildende Instrumente!

Die nächste Stufe in Ihrer Außenwahrnehmung als Fachexperte sind Kursprogramme, Workshops oder Seminare.

Kunden, die in erklärungsbedürftige Maschinen oder Software investieren, wollen nicht wegen jeder kleinen Fehlermeldung bei Ihnen in der Hotline landen. Begleiten Sie also Ihre Kunden bei dem Schritt in die Selbstständigkeit und schulen Sie das Bedienerpersonal oder die Anwender der Software.

Das Gleiche gilt für Händler oder Lieferanten, sollte der Arbeitsprozess die Verwendung von bestimmten ERP-Systemen oder eigenen Plattformen vorsehen.

All diese Dienstleistungen lassen sich perfekt online abhalten oder vorbereiten. Inzwischen gibt es viele Schulungstools, die Sie dazu verwenden können.

Content auf die Ohren: der Corporate Podcast

Podcasts schießen seit einigen Jahren wie Pilze aus dem Boden. Denn die Audioformate verkürzen Staus auf der Autobahn oder lange Fahrten in der Bahn deutlich. Nicht nur unterhaltsame und kulturelle Podcasts erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Gerade technische und wissenschaftliche Podcasts, die bestimmte Nischenthemen veröffentlichen, haben eine eifrige Zuhörerschaft. Wissen wird in den Podcasts unterhaltsam und verständlich vermittelt.

Podcasts sind also die digitale Weiterentwicklung des Radios, wobei die Sparten in Hörerpräferenzen unterschieden werden.

Sie können also Experten zu spezifischen Fragestellungen einladen oder aber Kolleg:innen, die schon seit 15 Jahren dabei sind, über die Entwicklung des Unternehmens befragen. Oder Sie lassen in den Podcasts alle Themen durch den Geschäftsführer und den Azubi besprechen.

Podcasts können Sie über Ihre Website oder aber über verschiedene Streamingdienste streuen und verwalten.

Takeaways: Knowledge & Expert Content

  • Kunden, Lieferanten und Ihr Kundenservice werden Ihnen für ein gutes FAQ dankbar sein.

  • Kursprogramme und Seminare schaffen Vertrauen bei Ihren Kunden!

  • Technische und wissenschaftliche Podcasts schaffen leichten Zugang zu komplexen Themen.

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    Unsere Entscheidungshilfe für die beste Wissensdatenbank für Ihre Marke kann hier abgerufen werden.

Websites

Der Dreh- und Angelpunkt der digitalen Sichtbarkeit Ihres Unternehmens ist Ihre Website. Sie ist das Schaufenster ins Herz Ihrer Marke. Mit dieser digitalen Visitenkarte begeistern Sie Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen.

Hier finden Ihre Nutzer, Kunden und Teilöffentlichkeiten alles, was sie suchen. Sei es das Produktprogramm, die Übersicht der Dienstleistungen oder aber FAQ und Wissensdatenbanken.

Die Servicehotline und das Kontaktformular sind leicht zu finden. Ihr Blog ist hier ebenso zu Hause wie Stellenanzeigen und die Möglichkeit zur Anmeldung für den Newsletter. Journalisten und Medienvertreter finden schnell die neuesten Pressenachrichten und können sich im Newsroom für zusätzliches Bild- und Videomaterial registrieren.

Sie zeigen, wo auf der Welt sich Ihre Standorte befinden, stellen Kolleg:innen und Geschäftsführung vor.

Nutzen Sie die Kommunikationshoheit auf Ihrer Homepage und leben Sie die Individualität Ihres Unternehmens voll aus. Zeigen Sie den Unterschied durch sorgsam erstelltes Videomaterial oder durch einen separaten Schulungsraum für Ihre Kunden oder Lieferanten.

Oder aber Sie geben durch eine vorherige Registrierung Whitepaper, Studien und spannende Produktpräsentationen frei (Leadgenerierung).

Die gesamte Außenwahrnehmung Ihres Unternehmens im Internet beginnt hier. Die Website ist Ihr Content-Hub.

Von hier aus steuern Sie die Interaktion in den sozialen Medien, verlinken Forenbeiträge und binden YouTube-Videos ein.

Ein weiterer Vorteil, der oft übersehen wird: Alle Daten und Informationen, die über Ihre Website ein- und ausgehen, gehören Ihnen.

Um das noch mal zu verdeutlichen, lohnt sich ein direkter Vergleich mit Social Media.

 

Takeaways: Corporate Website

  • Eine Website ist mehr als Blog und die Hotline – beides darf aber nicht fehlen!

  • Whitepaper und Studien sichern Leads.

  • Denken Sie an Multiplikatoren wie Journalisten und Meinungsführer.

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    Sie wissen nicht, welches CMS am besten zu Ihnen passt? Fragen Sie unsere IT-Experten!

Social-Media-Netzwerke

Mit einer durchdachten Content-Strategie können Sie über soziale Medien Ihre Markenbekanntheit steigern. Oft treten Sie einer schon bestehenden Community bei. Gerade neue Accounts werden von Algorithmen gepusht und erhalten viel Aufmerksamkeit.

Außerdem ist es auf diesen Plattformen kinderleicht, in einen Austausch mit Ihren Fans zu treten und eine gewisse Anhängerschaft aufzubauen.

Informieren Sie sich im Vorfeld, auf welchem sozialen Netzwerk sich die Ihre Kunden und Zielgruppen aufhalten. Vieles können Sie aus den Daten herausziehen, die Ihnen Facebook oder LinkedIn zu Verfügung stellen. Die großen Netzwerke machen die Zielgruppenanalyse für Sie automatisch mit. Alles, was Sie machen müssen: lustige Bilder, emotionale Videos und authentische Inhalte posten.

Zeigen Sie die menschliche Seite Ihrer Marke.

Leider hat das Ganze einen Haken. Denn Sie mieten den Erfolg auf Social Media nur. Weder die Follower noch die Reichweite noch die Likes gehören wirklich Ihnen. Ihr Firmenaccount oder Ihr Profil ist nichts anderes als ein Namensschild an einem Hochhaus mit 100 Stockwerken.

Ihre Vermieter (in dem Fall die großen Netzwerke) können jederzeit verlangen, von Ihnen in die Wohnung gelassen zu werden. Sie können „Reparaturen“ beauftragen, die für Sie gar keinen Sinn ergeben und die Sie eigentlich nur stören. Außerdem rennen jeden Tag Handwerker in Form von Dienstleistern bei Ihnen durch die Wohnung.

So ähnlich verhalten sich soziale Medien. Ihre Miete zahlen Sie in Form von Daten. Wie viele Mieter:innen werden Sie sich bestimmt auch die Frage stellen, ob es nicht besser ist, langfristig in etwas Eigenes zu investieren.

Dass der Hausbau oder eine Renovierung auch Kostenfallen mit sich bringt, wissen wir alle. Dafür gibt es Experten, die Sie beim Bau der eigenen vier Wände unterstützen.

Bei Mietverträgen wie bei sozialen Netzwerken kommt es am Ende auf die Bedingungen an, dann kann es eine sehr erfolgreiche Verbindung werden.

Takeaways: Social Media Networks

  • Nutzen Sie die Reichweite und die bestehenden Communities für Ihren Erfolg!

  • Zeigen Sie die Menschen hinter der Marke.

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    Unser Social-Media-Team zeigt Ihnen, wie Sie auf den Algorithmen surfen!

Videoplattformen

Videoplattformen sind einerseits Teil der sozialen Netzwerke, gehören andererseits aber auch zu Suchmaschinen. Tatsächlich ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine weltweit.

Diese Reichweite sollten Sie unbedingt nutzen, um Ihre Kunden und Zielgruppen anzusprechen und spannende Inhalte und Formate über Ihr Unternehmen und Ihre Marken zu teilen.

Inzwischen gibt es kaum eine Geschichte, die nicht erzählt werden kann. Ob Videos mit Haustieren, Produktionsstraßen, Fails – Menschen wollen unterhalten werden.

Wir alle haben uns in einem Netz aus Inhalten und Informationen verfangen. Gleichzeitig dürsten wir nach neuen Abenteuern, denkwürdigen Fakten und dem tiefen Gefühl von Verbundenheit im Web.

Videoformate decken diese Bedürfnisse ab und sind dank technisch fortgeschrittener Smartphones sehr schnell selbst erstellt.

Themen, die auf YouTube gut funktionieren, sind:

  • Frage & Antwort (Q&A)
  • Events (Liveübertragungen von Diskussionen)
  • Tutorials/How-tos
  • Produkttests (etwas für Ihre Entwicklungsabteilung?)
  • Behind the Scenes
  • Podcasts
  • Animation

Ob Sie Ihre Formate nun auf YouTube, TikTok oder Byte posten, bleibt Ihnen und Ihrer Zielgruppe überlassen.

Takeaways: YouTube & Video

  • Sie wollen auf YouTube gefunden werden!

  • Ihre Videos werden nicht in der Tagesschau gezeigt, daher: Mut zur Lücke!

  • Die Themenvielfalt ist genauso groß wie bei dem Corporate Blog.

  • 📣

    Sie möchten technische Unterstützung? Wir stellen Ihnen gerne unsere Experten zur Verfügung.

Communities, Foren und Peergroups

Als Marke oder Unternehmen sollten Sie Ihre Community und die Peergroups Ihrer Kunden genau verstehen und kennen.

Eine Community entspricht dem, was Sie aus dem klassischen PR als „Teilöffentlichkeit“ oder „Stakeholder“ kennen. Teilöffentlichkeit meint eine Gruppe von Menschen, die sich

  • mit einem Thema oder einem Produkt auseinandersetzen oder gemeinsame Interessen teilen
  • zu diesem Thema unterschiedliche Meinungen haben
  • mit dem Unternehmen oder mit anderen Mitgliedern der Community auch diskutieren

Das kann in der Welt draußen die Nachbarschaft sein, die Krabbelgruppe oder aber alle Mitglieder eines Sportvereins. Online entstehen Communitys beispielsweise über die Strukturen in den sozialen Medien. Dazu muss man nicht unbedingt Mitglied in einer Facebook-Gruppe sein – es reicht schon, wenn man eine Unternehmensseite oder einen Post mit „Gefällt mir“ markiert. Damit bekennt man Farbe und ist ein Teil einer großen Community.

Aber auch Ihr Unternehmen hat eine Community bzw. verschiedene Teilöffentlichkeiten. An dieser Stelle ist auch zu betonen, dass Sie als Unternehmen nicht festlegen können, wer dazu gehört oder nicht. Deshalb sollten Sie auch an dieser Stelle nicht von Zielgruppen sprechen. Personas können Ihnen später jedoch helfen, die Kommunikation mit Ihren Teilöffentlichkeiten besser zu steuern.

Ihre Community besteht aus allen Interessensgruppen Ihres unternehmerischen Umfelds,

also aus

  • Kolleg:innen
  • Geschäftsführung
  • Lieferanten
  • Aktionären
  • Kunden
  • Bewerbern
  • ehemaligen Mitarbeitern
  • Medien
  • Journalisten
  • Bloggern
  • Wettbewerbern

Online treffen Sie die Leute als Leser Ihrer Blogeinträge, als Kommentatoren, als „Hater“ oder „Trolle“, als Fans und Follower auf Social. Oder als User verschiedener Foren.

Auf speziellen Foren und Plattformen kommt es zum Austausch über Ihre Marke und Ihre Produkte. Schauen Sie hin, hören Sie zu! Sie müssen sich nicht zwingend selbst aktiv einbringen. Das kann den neutralen Austausch zwischen den einzelnen Mitgliedern Ihrer Gemeinschaft sogar empfindlich stören. Es braucht eine gewisse Gelassenheit, die Kontrolle über die Kommunikation und kritische Auseinandersetzung mit Ihrer Marke in Hände Dritter zu übergeben. Aber am Ende zahlt sich das aus, da Sie damit signalisieren, dass Ihnen die Meinung Ihrer Gemeinschaft wirklich wichtig ist.

Lassen Sie Ihre Gemeinschaft Ihre digitale Sichtarbeit mitgestalten!

Besonders hervorzuheben ist die Langlebigkeit der Forenkommunikation. Gerade bei komplexeren Themen oder Produkten werden oft Beiträge angezeigt, die schon mehrere Jahre alt sind.

Jedem ist wohl schon ein Stein vom Herzen gefallen, weil ein Thread aus dem Jahr 2002 die Lösung für das eigene Problem geliefert hat!

Verstehen Sie konstruktive Kritik auch in Foren immer als eine Art kostenloses Qualitätsmanagement. Wenn Menschen sich die Mühe machen, Sie auf Verbesserungspotenzial hinzuweisen, dann sind sie unterm Strich von Ihnen überzeugt und wollen Sie unterstützen. Ein weiterer Vorteil von Foren (digital und vor Ort) ist, dass sich niemand in einer Echokammer oder Filterblase versteckt. Wer sich dem Austausch im Forum stellt, kommt nicht umhin, sich den eigenen Themen zu stellen und die eigene Haltung dazu zu hinterfragen. Dieser Prozess schweißt die Gemeinschaft zusammen.

Was machen Peergroups?

Peergroups sind um einiges homogener als Communities oder Forenmitglieder. Der Begriff aus der Sozialpsychologie wird hauptsächlich für Jugendliche und junge Erwachsene verwendet. Hier finden sich gleichaltrige und gleich gesinnte Menschen zusammen, die sich gegenseitig beeinflussen. Wir erinnern uns an die Cliquen in der Schule und ihre Verhaltensweisen.

Als Erwachsener sind wir vielleicht nicht mehr in einer Clique, wir werden aber von unseren engsten Bezugspersonen – Familienmitgliedern, engen Freunden, Partnern, Kindern und Kolleg:innen – beeinflusst, vor allem in unserer Kaufentscheidung.

Wichtig sind hier auch das gemeinsame Werteverständnis und ein „Wirgefühl“.

Als Konsument oder User sind Peergroups unsere eigenen, persönlichen Influencer.

Wann und warum sind diese Primärgruppen für Sie als Unternehmen wichtig?

Wenn es innerhalb dieser Peergroups zu häufigen Interaktionen kommt, viel gemeinsam unternommen wird und z. B. gemeinsame Erfolge gefeiert werden, dann wird die Kaufentscheidung von der Peergroup beeinflusst werden. Wer hat denn noch nicht Freunde oder andere Bezugspersonen um Rat gebeten, bevor ein Auto gekauft wird? Oder bevor man eine neue Haarfarbe beim Friseur ausprobiert?

Gerade erklärungsbedürftige Dienstleistungen oder Produkte profitieren von den Mechanismen, die innerhalb einer Bezugsgruppe wirken.

Hier greift Ihr Content. Teilen Sie Testergebnisse, Auszeichnungen und Erfolge und rücken Sie so Ihr Unternehmen ins Bewusstsein der Peergroup Ihres potenziellen Kunden.

Takeaways: Communities

  • Sie werden von mehr Menschen wahrgenommen werden, als Sie im ersten Moment ahnen.

  • Kritische Kommentare zeigen Ihnen Lösungen und Verbesserungspotenzial.

  • Foren liefern endlosen Content!

  • 📣

    Sie möchten eine Bestimmung Ihrer Zielgruppen oder Empfehlungen für Foren und Diskussionsrunden? Wir helfen gerne weiter.

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