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6 Content-Marketing-Trends für technische Unternehmen

im Januar 2018
von Jessica Schreier

Über kommende Trends im Content-Marketing ist zum Ausklang des vergangenen Jahres bereits viel geschrieben worden, und bei so manchem davon spielte gewiss auch das eigene Wunschdenken eine nicht unerhebliche Rolle. Wir stellen Ihnen deshalb eine komprimierte Auswahl der 6 wichtigsten Trends vor und sagen Ihnen, wie Sie als Industrie- oder technisches Unternehmen sie umsetzen können.

Trend 1: Virtual Reality und Augmented Reality

Sowohl Virtual Reality als auch Augmented Reality wurden schon in den Vorjahren als großer Trend beschrien, 2018 soll es nun aber wirklich soweit sein. Vor allem Augmented Reality bietet großes Potenzial, da dafür nicht erst eine spezielle VR-Brille angeschafft werden muss. Mithilfe des Smartphones oder Tablets können schon heute Produkte in die reale Umgebung eingeblendet werden, die Distanz zwischen Betrachter und Medium schwindet. Möglich machen das Apps, die die Umgebung filmen und anhand von GPS oder anderen Trackingverfahren eindeutigen Merkmalen zuordnen.

Wie Sie den Trend nutzen können:

Augmented Reality ist das perfekte Format, um Kunden bei anspruchsvollen technischen Produkten Hilfestellung zu geben. Sei es beim Aufstellen und der Inbetriebnahme von Geräten oder mit Werkstattanleitungen. Die Technologie ermöglicht es Ihnen außerdem, Bauteile in der Umgebung des Kunden zu visualisieren, um ihm beim Erstellen komplexer Baupläne zu unterstützen. Starten Sie aber besser mit überschaubaren Projekten, denn der Aufwand für den Einsatz von AR oder VR ist verhältnismäßig hoch.

Trend 2: Mobil als Standard

Mobile Nutzung des Internets ist auf dem Vormarsch, schon heute finden 69 Prozent der digitalen Mediennutzung über Smartphone oder Tablet statt. Das bedeutet, dass mobile Website-Designs nicht länger ein Nebenprodukt sein dürfen, sondern Standard sein müssen. Wichtig ist das auch deshalb, weil Google 2018 einen separaten Index für mobile Suchanfragen einführt. Dieser soll der Tatsache Rechnung tragen, dass auf Mobilgeräten häufig mit einfacheren Begriffen gesucht wird als am Desktop und außerdem die Klicktiefe wesentlich geringer ist.

Wie Sie den Trend nutzen können:

Für Unternehmen heißt das zunächst einmal umdenken, denn mobile Nutzung heißt keineswegs, dass nur unterwegs mit dem Handy gesurft wird. Die meisten Menschen nutzen ihr Handy im Alltag jederzeit zur Recherche, sei es in der Kantine oder beim Kollegengespräch am Kaffeeautomaten. War die Mobilansicht der eigenen Website früher ein optionales Extra, sollten Sie jetzt von Anfang an auf dieser Plattform planen. Auch in punkto Suchmaschinenoptimierung wird sich durch den neuen Index sicher einiges ändern, hier zählt es, sich früh zu informieren und flexibel zu reagieren!

Trend 3: Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz umfasst eine ganze Reihe neuer Tools, bei denen es aber in erster Linie um eines geht: die personalisierte User Experience. Den Anfang haben die Chatbots gemacht, die mittlerweile von vielen Unternehmen eingesetzt und von den Nutzern in der Mehrzahl auch angenommen werden. Immer größere Datenmengen fördern zudem den Trend zum maschinellen Lernen, um personalisierte Produktempfehlungen zu geben oder automatisch Text aus reinen Datensammlungenzu erstellen.

Wie Sie den Trend nutzen können:

Die Nutzung neuer Technologien zur Organisation von Daten und auch das Bereitstellen eines Chatbots als Ergänzung zum (menschlichen) Kundenservice ist ein guter Ansatz – solange die Akzeptanz vonseiten der Kunden da ist. Stellen Sie also sicher, dass bei der Entwicklung eines entsprechenden Projekts nicht nur IT-Fachleute, sondern auch Kommunikationsexperten beteiligt sind! Fangen Sie aber auch hier zunächst klein an, denn großanlegt kann die Nutzung maschinellen Lernens sehr schnell sehr teuer werden.

Trend 4: Internet der Dinge

Alexa, Cortana, Siri und Co. halten in immer mehr Haushalten Einzug und versorgen uns selbst dann mit Content, wenn wir nicht vor einem Bildschirm sitzen. Diese Inhalte werden ganz anders in den Alltag der Kunden eingebunden, da sie auf der Interaktion mit den Nutzern aufbauen und deshalb genau auf sie zugeschnitten sind. Einige Unternehmen nutzen die Technologie bereits, doch der große Boom steht noch aus und könnte 2018 kommen.

Wie Sie den Trend nutzen können:

Schritt-für-Schritt-Anleitungen kommen einem hier als erstes in den Sinn. Gerade erklärungsbedürftige Produkte dürften von den intelligenten Sprachassistenten profitieren – sofern Sie passenden Content zur Verfügung stellen. Finden Sie heraus, mit welchen Fragen sich Ihre Kunden am häufigsten an den Kundenservice wenden, dann haben Sie bereits eine gute Basis. Der Aufwand lohnt sich, denn gerade Amazons Alexa hat sich im vergangenen Jahr millionenfach verkauft.

Trend 5: Podcasts

Im englischsprachigen Raum sind Podcasts wesentlich verbreiteter, doch auch die deutsche Podcast-Szene entwickelt sich langsam. Viele Unternehmen verkennen die Möglichkeiten des Mediums, denn da Kunden einen Podcast jederzeit auch neben anderen Tätigkeiten anhören können, haben Audio-Inhalte einen unschätzbaren Vorteil gegenüber Formaten, die einen Bildschirm benötigen. Unbedingte Voraussetzung ist allerdings eine saubere Soundqualität.

Wie Sie den Trend nutzen können:

Nur um des Dabeiseins willen, sollten Sie keinen Podcast produzieren. Aber es lohnt, sich zu fragen, ob Sie das Interview mit dem Experten jetzt wirklich als Text veröffentlichen müssen. Oder ob die Vorstellung eines Produkts mit all seinen Features als Besprechung im Audioformat Kunden nicht vielleicht eher überzeugt als eine Pressemeldung. Am besten sind übrigens serielle Produktionen, so gewinnen Sie mit der Zeit eine treue Hörergemeinde.

Trend 6: Die neue Datenschutzgrundverordnung

Zugegeben, die DSGVO ist nicht wirklich ein Trend, aber doch ein Thema, das viele Unternehmen speziell in der ersten Jahreshälfte intensiv beschäftigen wird. Mit dem Inkrafttreten am 25. Mai 2018 werden die Regelungen zur Erfassung und Verarbeitung personenbezogener Daten endlich EU-weit vereinheitlicht. Für die Nutzung dieser Daten benötigen Sie künftig explizit die Einwilligung der Kunden.

Wie Sie den Trend nutzen können:

Auch jetzt schon sind die Datenschutzgesetze in Deutschland verhältnismäßig streng, sodass am Ende gar keine so extremen Änderungen auf Sie zukommen. Wir werden Sie rechtzeitig darüber informieren, worauf Sie achten und welche Änderungen Sie an Ihrer Website vornehmen müssen.

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