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Kreation

Content durch Perspektivenwechsel

Foto: Léonard Cotte

im August 2017
von Marc Stöcker

Für erfolgreiches Content-Marketing ist die Redaktion immer auf der Suche nach Ideen, um ihr Publikum zu erreichen. Die Themenfindung und Themenplanungkann dabei ganz unterschiedlich ablaufen – oft mit einem der Standardmodelle, das beispielsweise die Fragen der Kunden beantwortet. Daraus entwickelt die Redaktion dann ein inhaltliches Konzept, das nach um nach zum Themenplan wird. Mit den richtigen Impulsen, um immer wieder neue Medien und Formate zu erschaffen (beispielsweise mit unserem beliebten »Content Cheat Sheet« oder modernen Brainstorming-Methoden) kann man über einen langen Zeitraum zuverlässig interessanten, sinn- und wertvollen Content veröffentlichen.

Ein anderer Ansatz findet neue Themen

Mit den Standard-Methoden beantwortet man jedoch zumeist die häufigsten Fragen, die offensichtlichsten Punkte und die verbreitetsten Szenarien. Sehr viel spannender können Themen und Inhalte abseits der Norm, außerhalb des etablierten Themenpfades sein – und damit auch vielversprechender in Performance-Hinsicht!

Eine hervorragende Methode, solche Themen aufzuspüren, ist es, sich die zugegangene Kritik von Kunden und Interessenten anzuschauen und zu analysieren. Gehen Sie »echte Beschwerden« in der Serviceannahme durch, halten Sie Ausschau nach bissigen Kommentaren zur Messeumfrage und Mails von Interessenten, die keine Kunden wurden.

Hier ein gutes Beispiel aus dem Kommentarfeld der automatisch an Auftraggeber versandten Servicequalitätsbefragung:

»Die Wartung war sehr teuer! Hohe Pauschalen obwohl Ihr Techniker kaum da war!«

Der klassische Weg, aus diesem Feedback Lösungen abzuleiten (ganz gleich ob prozess- oder content-orientiert), sieht häufig so aus:

Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit sorgt dieses System für sehr ähnliche und vergleichbare Inhalte zu denen, die Sie bereits haben. So entsteht sicherlich kein neuer und erfolgversprechender Content!

Wenn Sie jedoch einen Zwischenschritt wagen, könnte das Ergebnis Sie überraschen:

Der Perspektivwechsel gibt also den Blick frei auf das zugrundeliegende Problem: Die Kunden wissen schlicht nicht, welchen Aufwand Sie für Ihren makellosen Service treiben und dass sie von der schnellen Wartung und prompten Problemlösung im Fehlerfall ebenso profitieren.

Die Lösung liegt also nicht darin, mehr Content zu den Serviceangeboten zu produzieren und die Preise zu senken. Sehr viel erfolgversprechender ist es, attraktive Inhalte zum Technik- und Service-Team zu publizieren – angefangen von der allgemeinen Vorstellung des Fachbereichs über Mitarbeiterinterview, Ablaufdiagramme und Prozessinformationen für Express-Dienste und Notfälle, Fotostrecken zur Weiterbildungs- und Schulungsveranstaltungen bis hin zur Präsentation der Werkzeuge und Tools an Bord der Servicefahrzeuge.

Der Phantasie sind praktisch keine Grenzen gesetzt! Versetzen Sie Ihr Publikum dabei immer ins Geschehen und kommunizieren Sie glaubhaft und authentisch.

Bei welchem Thema wechseln Sie die Perspektive, um auf neue Lösungsmöglichkeiten zu stoßen?

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