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Keep it simple

Automobiltechnologie neu gedacht

im Mai 2017
von Christine Steinhart

Bryson Gardner, Joseph Fisher, Brian Sander, Jorge Fino und Tyler Mincey haben zusammen die wichtigsten Apple-Produkte entwickelt. Jetzt wollen sie die Automobilindustrie aufmischen. Pearl Automation entwickelt innovative Fahrassistenzsysteme, die sich einfach in alle Autos integrieren lassen. »It’s like bringing the old band together again«, so Mincey. Das erste Produkt des vielversprechenden Unternehmens aus dem Sillicon Valley: Eine Rückfahrkamera, die sich innerhalb von Minuten an jedes Auto installieren lässt.

Zu Beginn steht die einfache Erkenntnis: Der Produktlebenszyklus eines Autos und der der Automobiltechnologie passen nicht zueinander. Während man ein Auto viele Jahre fährt, ohne grundlegende Innovationen zu verpassen, sieht das in puncto Technologie ganz anders aus – das Tempo hier ist anders, die Entwicklungen verlaufen rasant.

Dieses Dilemma wollen die Entwickler von Pearl Automation mit ihren Produkten umgehen. Sie wollen die Innovationen der Automobiltechnologie für alle Fahrzeuge, unabhängig von Modell oder Baujahr zugänglich machen. Die erste Entwicklung aus dem Hause Pearl: Ein Rückfahrsystem, das sie als das fortschrittlichste System am Markt bezeichnen. Für den Nutzer soll es aber vor allem eins sein: einfach. Einfach zu bedienen, einfach zu verstehen und einfach zu installieren.

Intelligent und simpel sind kein Widerspruch

Die Rückfahrkamera ist ein ausgetüfteltes System: Die Kameratechnologie ist auf dem neuesten Stand, ein Acht-Kern-Prozessor treibt die Vision-Algorithmen an und die Energieversorgung kommt von integrierten Solarpaneelen – nichts anderes würde man von einem Unternehmen wie Pearl Automation erwarten. Überraschend ist vielmehr der Wunsch nach Einfachheit, den Jorge Fino, Director of Design bei Pearl, als wichtiges Arbeitsprinzip beschreibt.

Simplicity in Software und Hardware

Das System besteht aus einem Rahmen, in dem zwei Kameras installiert sind, einem Autoadapter und einer Telefonhalterung. Die Teile kommunizieren per WLAN und Bluetooth mit der Pearl App. Pearl will es dem Nutzer so einfach wie möglich machen, sowohl bei der Installation als auch im tagtäglichen Umgang mit dem Produkt. Am Kamerarahmen sind Solarpanels angebracht, die Kamera muss daher nicht an die Stromversorgung des Autos angeschlossen werden – das erleichtert die Installation erheblich. Der Autoadapter wird an den OBD-Anschluss gesteckt und bekommt so alle notwendigen Informationen. Er ist das Gehirn des Systems: Ein High-Performance-Prozessor führt sekündlich Billionen von Rechenprozessen durch und analysiert die Informationen der beiden Kameras. Das System kommuniziert über Warnsignale aus dem Car Adapter und über die Pearl App mit dem Fahrer.

Neben der Installation verspricht Pearl, auch mit der Software dem Prinzip der Einfachheit zu folgen. Befindet sich ein Hindernis im Weg, warnt der Lautsprecher des Autoadapters mit akustischen Alarmsignalen und das Hindernis wird in der App farbig markiert. Beim Einparken leiten farbige Linien den Weg – Technologie, die dem aktuellen Stand der fest verbauten Rückfahrsysteme in nichts nachsteht. Einige Extras in der App sollen es dem Fahrer noch einfacher machen: Das Kamerabild im Handy lässt sich anpassen: nach oben, nach unten, weitwinklig, super-weitwinklig, … Ob das tatsächlich hilfreich oder nur Spielerei ist, ist sicherlich Geschmackssache.

Warum so einfach?

Vom Prinzip der Einfachheit ist man bei Pearl Automation überzeugt: Produkte, aber auch Arbeitsprozesse sollen so simpel wie möglich gehalten werden. Das bedeute auch, dass man jeden Entwicklungsschritt unter diesem Vorzeichen betrachten muss und sich immer und immer wieder die Frage stellt: Ist das die einfachste Lösung für unser Problem?

Menschen sind fasziniert von intelligenten, durchdachten Systemen, wollen gleichzeitig aber auch einfache Lösungen.

-- Jorge Fino, Pearl Automation

Das leuchtet ein: Niemand will sich stundenlang mit YouTube-Videos durch die Installation seines neuen Rückfahrsystems kämpfen. Und wer einparken möchte, braucht klar verständliche, einfach aufbereitete Informationen. „Wir wollten eine Kamera entwickeln, bei der sich die Leute nicht um die Technologie dahinter kümmern müssen.“ Bei Pearl glaubt man, dass sich diese Herausforderung lohnt. Weil sie dem Produkt eine echte Persönlichkeit verleiht und es letztendlich besser macht.

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